Wenn ich für das, was mich aus der Vergangenheit so begeistert, eine Überschrift finden müsste, dann wäre es: „Besondere Schritte, hatten besondere Unterstützer und Unterstützerinnen!“. Es hat schon damit angefangen, dass zu Grundschulzeiten wenig Lehrer und Lehrerinnen an mich geglaubt haben - jedoch zwei Lehrer gab es, die mir mehr zugetraut haben. Das hat mir gerade so den Weg auf die Realschule geebnet.
Mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau war ich nicht ganz happy und so gab es eine Person, die mir Mut gemacht hat, das Gymnasium zu besuchen und doch noch das Abitur zu machen...
In vielen, ganz alltäglichen Situationen, gab es immer wieder Menschen, die förderlich und zugewandt waren - und mir damit ein Vorbild waren.
Das hat sich im Job weiter fortgesetzt. Während meiner Zeit im Jugendamt habe ich nebenberuflich den Master in Erwachsenenbildung gemacht und mich dann, mit Hilfe von Zuspruch, Zutrauen und hilfreicher Reflexion, den Schritt in die Personalentwicklung gewagt. Auf dieser Position habe ich großartige Trainer, Referentinnen, Beraterinnen und Coaches kennengelernt. Sie haben mich inspiriert und mir Wege aufgezeigt, wie ich mein eigenes Potenzial besser entfalten kann.
Ich hatte großes Glück und habe früh erfahren, was möglich ist, wenn mir dir richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt, die richtigen Fragen stellen und ihre Erfahrungen mit mir teilen. Das ist Gold wert! Da war plötzlich sichtbar, wie Projekte in einer ganz anderen Professionalität umgesetzt werden. Da habe ich ganz neue Denkschleifen gedreht, eine neue Kreativität, Ruhe und Souveränität ist in meinen Alltag eingekehrt.
Auch heute habe ich Förderer, Kooperationspartner, Kollegen und Kolleginnen, die mich wachsen lassen. Wie sie das machen?
Sie spiegeln mir meine Kompetenzen und vor allem auch meine Lernfelder. Sie geben mir ehrliches Feedback zu Ideen und zu meinen Persönlichkeitsmerkmalen, die gefördert oder kritisch beleuchtet werden sollten.
Ich habe gelernt, beherzt zuzugreifen, wenn sich Chancen und Gestaltungsräume auftun. Ich probiere lieber etwas aus und mache einen Fehler, bevor ich es ganz lasse. Lebendige Seminarformate, digitales Lernen, neue Formen der Gesprächsführung, zeitgemäße Arbeitsweisen. Gleichzeitig liebe ich das Bewährte, will es wertschätzen und suche heute genau die Schnittstellen, die Neues an Bewährtem anknüpfen lassen.
Mein Vater hat mir schon früh gesagt, ich müsse diplomatischer sein - dafür bin ich ihm dankbar. Ich bin gleichzeitig ganz froh über mein ausgeprägtes Temperament und weiß heute sehr gut damit umzugehen. Ich generiere daraus Energie und Mut in angemessenem Umfang. Kombiniere dies mit durchdachten Strategien und mit viel Herzblut.
Im Yoga, in der Vipassana-Meditation und durch die Lehre des Ayurveda verbinde ich mich immer wieder mit mir und der Welt. Mit Mitte zwanzig habe ich begonnen, Yoga zu praktizieren und mich für die Ausbildung zur Yogalehrerin entschieden. Yoga lehrt mich den klaren Blick, ein offenes Herz und das Besinnen auf Wesentliches. Die Meditation zeigt mir, wohin mein Geist immer wieder wandert und der Ayurveda schenkt mir stützende Routinen und Rituale für meinen Alltag.
In meinem Job als Personalentwicklerin in der Öffentlichen Verwaltung haben mich die unterschiedlichsten Fragen bewegt.
Leadership prägt mich seit meinem ersten Job. Ich habe sehr homogene und heterogene Teams geführt, kleinere und größere Teams, mit oder ohne Weisungsbefugnis. Heute würde ich sagen, dass ich zu Beginn ganz klassische Fehler gemacht - und auch die ein oder andere Träne geweint habe. Wahrscheinlich gehört das dazu. Heute helfen mir diese Erfahrungen, um mich gut in die Situationen meiner Teilnehmenden und Coachees hineinzuversetzen.
Seit 2017
In freiberuflicher Tätigkeit
2015 bis 2019
Personalentwicklerin und Teamleitung im Landratsamt Rems-Murr-Kreis
2011 bis 2015
Teamkoordinatorin und KITA-Fachberatung im Landratsamt Schwäbisch Hall
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