Kollegiale Beratung.

Die systemische kollegiale Beratung ist ein strukturiertes Reflexionsformat für Führungskräfte und Teams.

Entlang realer Fragen und konkreten Herausforderungen entsteht ein gemeinsamer vertrauensvoller Rahmen, in dem Erfahrungen, Perspektiven und Ideen zusammenkommen.

 

Klare Rollen, ein verbindlicher Ablauf und eine systemische Haltung helfen dabei, komplexe Situationen differenziert zu betrachten.

Bewusste Perspektivwechsel, kluge Fragen und fokussiertes Zuhören eröffnen neue Sichtweisen und mögliche Handlungsoptionen.

 

So können Führungskräfte und Teams ihre Erfahrungen gezielt nutzen, voneinander lernen und mehr Sicherheit und Klarheit im Umgang mit anspruchsvollen beruflichen Situationen gewinnen.


Was braucht ihr gerade?

Drei verschiedene Herangehensweisen haben sich in der Vergangenheit bewährt. Es kommt darauf an, was ihr euch gerade wünscht, wie viel Zeit und Energie ihr investieren wollt und welches Ziel ihr verfolgt:

  1. Moderation: Ihr seid eine feste Gruppe und möchtet euch z.B. einmal im Quartal austauschen und sucht eine Moderation.
  2. Workshops: Euch interessiert, wie die kollegiale Beratung funktioniert. Ihr wollt die Methode erlernen, um sie selbstständig durchzuführen.
    Beginnt bei einem Einführungstag. Er öffnet euch die Tür zum Vertiefungstag mit anschließender Festigung, wenn ihr das möchtet.
  3. Praxisreihe: Zwischen unseren gemeinsamen Beratungen und Lerneinheiten, meist drei bis fünf Stunden, finden eure selbstorganisierten Beratungen statt. Mit Handouts und Sprachmemos unterstütze ich euer Lernen. Immer wieder reflektieren wir euren Prozess, damit ihr am Ende sicher, professionell und selbstständig weitergehen könnt. Die Praxisreihe erstreckt sich über 6 bis 12 Monate.

Die Beratung in sechs Phasen.

Die Qualität einer kollegialen Beratung liegt darin, den Blick gezielt auf das Wesentliche zu richten und gleichzeitig der Komplexität des Praxisfalls gerecht zu werden. Dabei orientiert sich der Prozess an sechs aufeinander aufbauenden Phasen, die der Beratung eine klare Struktur geben.

 

Erst durch das aktive Mitwirken aller Beteiligten – durch aufmerksames Zuhören, kluge Fragen und unterschiedliche Perspektiven – entsteht ein Beratungsprozess, der neue Einsichten ermöglicht und für alle Beteiligten als hilfreich und stimmig erlebt wird. 

Durch kreative Methoden oder die Arbeit an der frischen Luft können wir den Prozess noch abwechslungsreicher und anregender gestalten.

Die Teilnehmenden schauen gemeinsam auf ihre aktuellen Themen und entscheiden, welcher Fall gerade den größten Beratungsbedarf hat. Anschließend werden die Rollen verteilt: eine Person übernimmt die Moderation, mehrere Personen beraten den Fall und – optional hält eine Person die Ideen und Impulse der Gruppe schriftlich fest.


Der Beratungsfokus bzw. die Schlüsselfrage beschreibt, welche Entwicklung oder Veränderung sich die Person in ihrer Situation wünscht. Moderation und Beratende unterstützen dabei, das Anliegen zu schärfen und eine Frage zu formulieren, die den weiteren Beratungsprozess gut leitet.


In der dritten Phase schildert die fallgebende Person ihre Situation aus eigener Sicht. Ziel ist, dass die Gruppe ein möglichst klares und differenziertes Bild des Anliegens bekommt. Die Beratenden hören aufmerksam zu und stellen klärende Verständnisfragen. Die Moderation unterstützt den Prozess durch aktives Zuhören und hilft dabei, den Blick auf das Wesentliche zu richten.


Die Moderation oder die Gruppe entscheidet, mit welchem Beratungsansatz der Fall weiter bearbeitet wird. Die unterschiedlichen Methoden setzen jeweils einen eigenen Fokus und eröffnen verschiedene Zugänge zur Reflexion.

Methoden gibt es viele, z.B. Hypothesen entwickeln, Perspektivenwechsel, Resonanzrunde, ein Strauß guter Ideen, der aller erste Schritt, die Arbeit mit Bildkarten, Figuren, Impulse aus der Natur,...


Jetzt bringt die Beratungsgruppe ihre Perspektiven, Erfahrungen und Ideen ein. Sie nutzen die Methode und orientieren sich am zuvor definierten Beratungsfokus. Die Moderation achtet auf den Ablauf und erläutert die Leitlinien der gewählten Methode. Die fallgebende Person hört zunächst aufmerksam zu und nimmt die Impulse der Gruppe auf. Danach erhält die Beratungsgruppe ein Feedback vom Fallgeber bzw. von der Fallgeberin. Weitere Beratungsrunden können stattfinden.


Zum Abschluss fasst die fallgebende Person zusammen, welche Gedanken, Einsichten oder Impulse aus der Beratung besonders hilfreich waren. Im besten Fall kann sie die ersten konkreten Schritte benennen. Anschließend kann die Gruppe kurz auf den Beratungsprozess zurückblicken und Feedback zur Moderation geben. So entstehen wertvolle Lernimpulse für die nächsten Beratungen.



Warum lohnt sich das für den Arbeitgeber?

Organisationen stehen heute vor komplexen Anforderungen: Hohe Verantwortung, begrenzte Ressourcen und zunehmend anspruchsvolle Entscheidungs- und Führungssituationen. Kollegiale Beratung bietet einen strukturierten Rahmen, um solche Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren und tragfähige Lösungen zu entwickeln. 

 

Der Nutzen für den Berufsalltag ist unmittelbar spürbar, sodass es keine Nachbereitung braucht - wie es häufig, nach Workshops, der Fall ist.  

 

Statt schwierige Situationen allein zu bewältigen, nutzen Führungskräfte und Teams die vorhandene Erfahrung und Perspektivenvielfalt der Gruppe.

So entstehen neue Ideen, mehr Klarheit und oft überraschend pragmatische Lösungsansätze, die zur Organisationskultur passen.

 

Regelmäßig angewendet stärkt kollegiale Beratung:

  • die professionelle Reflexionsfähigkeit von Führungskräften und Teams
  • eine Kultur der gegenseitigen Unterstützung und des gemeinsamen Lernens
  • Sicherheit im Umgang mit komplexen beruflichen Situationen
  • nachhaltige Lösungen, die aus der Praxis der Organisation selbst entstehen

Weiterbildung für Führungskräfte und Teams.

Zielsetzung: Die Struktur, Rollen, Fragestellungen und Methoden gemeinsam erlernen und ausprobieren. In ganz- oder halbtägigen, überschaubaren Workshops. Oder als Praxisreihe über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten hinweg. In selbstorganisierten Beratungen, die zwischen den halbtägigen Workshops stattfinden, kann gemeinsam ausprobiert und reflektiert werden. Alle Beteiligten profitieren von dieser strukturierten Arbeitsweise und nehmen konkrete Impulse in ihren Alltag mit. Ganz im Sinne von: "Beginnt dort, wo ihr seid. Mit dem, was ihr habt. Das reicht!"

Einführung

In diesem Grundlagen-Workshop erleben Führungskräfte, wie Kollegiale Beratung als lebendiges Lernformat wirkt. Sie lernen die systemische Haltung, klare Rollen und die Struktur kennen – und wenden diese direkt an realen Fällen an.

 

Der Fokus liegt auf Perspektivenwechsel, der neue Lösungsansätze eröffnen und innere Klarheit fördern kann. Achtsame Präsenz, fokussiertes Zuhören und gemeinsames Denken ermöglichen es, komplexe Führungssituationen differenziert zu betrachten. 

Vertiefung

Dieser Vertiefungstag baut auf dem Grundlagenworkshop auf und richtet sich an Führungskräfte, die kollegiale Beratung sicher anwenden und weiter professionalisieren möchten. Der Fokus liegt auf vertiefter Methodenarbeit, präziser Hypothesenbildung und eigenständiger Moderation.

 

Die Teilnehmenden übernehmen Verantwortung im Prozess und bearbeiten komplexe Praxisfälle. Ziel ist mehr Sicherheit, Differenzierung und Wirksamkeit in der kollegialen Fallarbeit. Voraussetzung ist die Teilnahme am Grundlagenworkshop.

Festigung

Der Workshop zur Festigung findet einige Monate nach den ersten Workshops statt und bietet Raum, Erfahrungen aus der Praxis aufzugreifen und gemeinsam zu reflektieren.

 

Was hat sich bewährt? Wo sind Fragen entstanden? Welche Aspekte der Methode lassen sich weiter schärfen?

 

Die Beratungen erhalten noch mehr Tiefe, wenn Führungsthemen auch theoretisch durchdrungen werden, z.B. die Begleitung von Veränderungsprozessen. Theoretische Impulse werden in das Beratungsformat integriert.



Kollegiale Beratung in modernen Räumen und schöner Atmosphäre erleben!

Ab dem Frühjahr 2026 könnt ihr mich über die Akademie Nonnenhof buchen.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Georg Kugele - Gründer der Akademie Nonnenhof in Schwäbisch Hall.